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Backups

Ein Thema das man gerne ignoriert den es kostet Geld und ob es einem etwas nutzt weiß man nie. Es ist ein Glücksspiel, oder? Für manche ist es auch ein schwieriges Thema da eine gewisse Grundahnung von IT vorhanden sein sollte und gerade wenn man mit der Fotografie sein Geld verdient wird es deutlich komplexer. Aber es ist für mich ein Thema das mich seit meiner Ausbildung begleitet. Der Grund ist einfach, ich komme Hauptberuflich aus dem IT Bereich. Backups sind ein Thema das in Foren gerne diskutiert wird und wo man ganz oft nur den Kopfschütteln kann da meistens nicht auf die Bedürfnisse des Fragenden eingegangen wird.

 

Es gibt ein paar Punkte die man für sich klären sollte bevor man in den Überlegungen weitergeht.

  • Was ist mein Budget?
  • Wie wichtig sind mir meine Bilder?
  • Welche Datenmengen habe ich?
  • Wie lange will ich meine Bilder sichern?
  • Verdiene ich mit meinen Bildern Geld?

Es gibt keine Lösung die alle Bedürfnisse erfüllen kann wenn es nichts kosten darf und wer mit seinen Bildern Geld verdient und selbst von sich behauptet nicht begabt in Sachen IT zu sein, ist gut damit beraten einmalig in einen Fachmann zu investieren der bei der Einrichtung und der Auswahl hilft.  Auf Wunsch kann ich euch gerne bei der Einführung einer Backupstrategie helfen und beraten. Heute möchte ich euch drei Strategien vorstellen die für euch passend sein können oder zumindest das Grundgerüst bilden auf dem ihr aufbauen könnt.

 

1.Wenig bis kein Budget, überschaubare Datenmengen, kein Einkommen aus Bildern

Also eher für den Gelegenheitsfotografen, der seine Urlaubs- und Erinnerungsbilder sichern möchte ohne dabei groß investieren zu müssen. Natürlich erhält man hier keine 100% Sicherheit aber muss man diese haben? Natürlich ist es ärgerlich wenn Bilder verloren gehen aber es entsteht kein finanzieller Schaden oder man wird auch nicht Vertragsbrüchig.

 

Daher ist meine Empfehlung sehr simpel, man nutzt ein Backup-Programm wie die Freeware Personal Backup (Link)das man sich kostenlos herunterladen kann um seine Bilder auf eine externe Festplatte zu sichern. Diese gibt es bereits für wenig Geld und man hat die Bilder auf zwei Festplatten. Damit ist eine gewisse Sicherheit gegeben. Bitte beachtet dabei die externe Festplatte regelmäßig am PC zu überprüfen. Wird diese noch erkannt, gibt es Fehler beim Anschließen an den PC. Eine weitere Möglichkeit ohne Kosten ist die Amazon Cloud, in dieser kann man so viele Bilder wie man möchte kostenlos speichern. Wenn man den Service Amazon Prime nutzt. Es kostet nichts extra und man muss keine Hardware im Auge behalten, die Bilder werden auf einem Server von Amazon gespeichert. Was man dabei bedenken muss da die Bilder auf den Amazon-Server geladen werden sollte die Internetleitung nicht zu langsam sein. Wer Amazon vertraut bekommt so eine gute Lösung denn eines ist sicher, Amazon betreibt einen großen Aufwand um ihre Daten zu sichern.

 

2.100-200 Euro Budget, überschaubare Datenmengen, kein Einkommen aus Bildern

Hobbyfotograf, dir sind deine Bilder wichtig und du möchtest sie sicher wissen. Verständlich wenn man viel Zeit in die Aufnahme und die Bearbeitung investiert, jedes Bild ist ja auch ein einmaliges Kunstwerk. Um die Bilder zu sichern brauchen wir wieder ein Programm das dies für uns übernimmt sehr wahrscheinlich haben wir keine Lust uns mehrmals die Woche darum zu kümmern und der Mensch macht einfach Fehler. Ich nutze auch hier gerne die Freeware Personal Backup, wobei es auch hier einige Alternativen gibt. Das größere Problem ist das Speichermedium den wir haben ja einige Bilder und wollen uns nicht auf eine einzelne externe Festplatte verlassen. Nun wäre natürlich die einfachste Lösung sich zwei externe Festplatten zu kaufen und es spricht auch nichts dagegen! Ganz im Gegenteil, mit zwei externen Festplatten haben wir die Bilder an 3 Orten gespeichert (PC & externe Festplatten) und können damit sagen wir sind schon recht sicher. Dabei muss man natürlich auch beachten das man nicht beide Festplatten gleichzeitig am PC haben sollte, ich empfehle diese einmal die Woche auszutauschen. So wird eine Festplatte an einem sicheren Ort aufbewahrt (Optimal nicht in der eigenen Wohnung, man muss ja von Bränden, Einbruch, Wasserschäden ausgehen) Tauscht man also angenommen immer am Sonntag die Festplatte, können höchstens die Bilder von 6 Tagen verloren gehen, sollte die Festplatte im PC und die externe Festplatte am PC gleichzeitig einen Unfall erleiden. Auch hier kann man eine Cloud mit einbinden, entweder zusätzlich oder als Ersatz für eine Festplatte. Allerdings sollte man hier für sich prüfen ob die Amazon Cloud einen Upload bietet der für einen schnell genug ist. Zudem die Wiederherstellung noch um einiges länger dauert. Ansonsten gibt es noch einige andere Cloudanbieter die zwar etwas Geld kosten aber zum Teil mehr Leistung bringen. Natürlich gibt man hierbei die eigenen Bilder in „dritte Hände“ und man kann sich aussuchen ob man mit einem US-Server einverstanden ist oder die Bilder lieber in Deutschland haben möchte aber man muss einfach sehen das die Daten in der Cloud in der Regel sehr sicher sind da sie in großen, gut überwachten Rechenzentren abgelegt werden und sich Profis um die Ausfallsicherheit kümmern. Kein Anbieter kann es sich mehr leisten das Daten von Kunden verloren gehen, daher würde ich zu einem namenhaften Anbieter raten. Doch auch hier ist die Entscheidung nicht einfach und jedem selbst überlassen.

 

3.Größere Datenmengen, vielleicht Einkommen aus Bildern, Priorität auf sichere Verfügbarkeit

Wer mit Fotos Geld verdient und vielleicht die Möglichkeit bietet das Bilder nachbestellt werden können ist darauf angewiesen das keine Bilder verloren gehen. Daher ist die Sicherheit der Bilder sehr wichtig, die Erfahrung zeigt dass es in diesem Fall auch meistens um große Datenmengen geht. Ein Upload in die Cloud ist daher meist nicht sinnvoll da es zu lange dauert oder zu teuer ist. Wichtig ist es daher das die Daten schnell und sicher gespeichert werden. Das bedeutet das man Entweder ein Raid 10 (Spiegelung von zwei Festplatten) im Rechner konfiguriert oder einen lokalen Netzwerkspeicher mit RAID nutzt. Es muss kein Raid 10 sein, auch andere Raid Varianten eigenen sich. Der lokale Netzwerkspeicher hat den Vorteil das die Daten unter eigener Kontrolle sind und vom PC getrennt aufbewahrt sind, im eigenen Heimnetzwerk (außer WLAN) ist auch die Übertragung akzeptabel. Dennoch sollte und darf man sich darauf nicht verlassen, eine Sicherung auf einen externen Datenträger, am besten auf Zwei im Wechsel, sollte nicht vergessen werden. Eines dieser Backupmedien sollte auch außerhalb des Hauses aufbewahrt werden, ein Monatsbackup so das kein ständiger Wechsel erfolgen muss hat sich dafür als Optimal herausgestellt. Gerade auch weil es immer mehr Schadsoftware gibt die Daten verschlüsselt um Lösegeld zu erpressen, schadet es nicht ältere Backups zu haben in denen die Schadsoftware nicht eingenistet ist. Dieses Backup Medium kann dann bei Eltern, Freunden oder der Bank gelagert werden so das die Daten auch im schlimmsten Fall noch zur Verfügung stehen. So wäre ein solides Grundgerüst gegeben. Nun noch auf Verschlüsselung und Programme einzugehen würde hier den Rahmen sprengen. Hier sollten sie sich bei Unsicherheit den Rat eines Fachmannes holen, bei Fragen könnt ihr euch an mich wenden.

 

Gerne stehe ich für gezieltere Fragen, Beratung oder der Einführung einer Backup Strategie zur Verfügung.